Sei wie du bist nur nicht zu viel davon!

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Es klingt immer so einfach: Sei du selbst! Mach was du möchtest! Genieße wer du bist! Doch in Wirklichkeit ist die Umsetzung eher schwer. Unsere Gesellschaft hat viele Normen und Werte denen man sich bitte anpassen soll. Viele davon sind gut und wichtig, keine Frage. Aber dann kommen die Normen die einen einschränken, die einem vorgeben was man darf und was nicht.

Man selber möchte gerne etwas machen, interessiert sich für ein Thema was nicht so Mainstream ist oder trägt Kleidung die nicht dem aktuellem Modetrend entspricht. Ganz nach dem Motto: Sei du selbst! Mach was du möchtest! Genieße wer du bist! Im ersten Moment ist man glücklich über das was man tut oder trägt. Man geht raus, voller Selbstverständnis für das neue Kleid und den neuen Schuhen. Man erzählt Freunden mit dem gleichen Selbstverständnis von dem neuen Hobby „Hey, ich gehe jetzt zum Poledance. Das macht super Spaß und ist ein richtiges Workout.“ Und dann verraten einem die Blicke der anderen, irgendwas stimmt nicht. Es passt ihnen nicht wie du dich kleidest, wie du dich gibst, was du ließt oder worüber du redest. Du bist einfach nicht Mainstream genug oder passt dich zu wenig an.

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Ich selber habe das schon oft erlebt und auch wenn man versucht dies zu ignorieren, irgendwann kratzt es an einem. Man steht im Zwiespalt ob man damit klar kommt oder ob man sich anpassen soll. Mit beidem ist man nur semi glücklich. Aber ich glaube, Anpassung bringt einen nicht weiter. Man sollte seine Individualität nicht abgeben. Auch wenn man gegen Wände rennt, es wird Leute geben die dich genau dafür mögen. Die es zu schätzen wissen, wer du wirklich bist und was wirklich gerne machst.
Und sind wir mal ganz ehrlich, sind die nicht alle langweilig, die alle gleich sind? Die das gleich tragen, die gleichen Hobbys haben?

Ich bekomme oft den Stempel „Tussi“ aufgedrückt, wenn Leute mich noch nicht kennen. Eine gute Freundin meinte mal zum mir „Du trägst halt so Sachen, dass dieser Eindruck entsteht.“ Ich weiß genau wie sie das meint und ich finde es Schade, dass man schon in eine Schublade gesteckt wird nur weil man sich für Mode interessiert. Dabei habe ich versucht für mich einen Mittelweg zu gehen. Ich trage das was ich mag, aber auch nichts zu krasses. Wir wollen die anderen ja nicht verschrecken 😉
Die gleichen Leute die mich als Tussi betitelt haben und mich dann kennengelernt haben, revidieren ihre Meinung schnell. Für mich ist eine Tussi eher etwas charakterliches und nicht ein Kleidungsstil und das merken die anderen dann auch.

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Ich bin gespannt was die Kollegen sagen, wenn ich demnächst das erste mal hohe Schuhe zur Arbeit trage, oder auch ein feineres Kleid. Bisher waren es Flats, Jeans und „normale“ Shirts, cool gestylt und das reichte schon für neugierige Blicke. Der Dresscode bei meinem neuen Arbeitsplatz ist nunmal eher leger. Aber heißt das, dass man sich dran halten muss? Nö! Man arbeitet so viel, dann sollte man wenigstens das tragen können, was man mag (natürlich kommt das auch ein wenig auf den Beruf an, Polizistinnen in Businesskleidern und Pumps oder Bankangestellte in Jogginghosen? Da passt das nicht so :D).

Egal wie schwer es manchmal fällt, auch wenn die Gesellschaft es sagt und selbst nicht unterstützt-macht euer Ding! Schließt Kompromisse mit denen ihr glücklich seid, aber lasst euch nicht einschüchtern. So wie du bist bist du gut, egal ob groß klein, dick dünn, viel oder wenig Verdiener, Sportjunkie Sportmuffel!!!

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PS: mein total verrücktes Hobby für das ich immer schräg angeguckt werde: Bloggen 😉

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