Outfit: Der perfekte Look fürs Wandern

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Beim Wandern denken viele immer an spießige Ü 40er (ich sage ja nicht, dass es so ist). Doch immer mehr jüngere kommen auf die Idee, einen Ausflug ins Grüne zu wagen. Wandern bietet viel mehr als nur spießig sein. Ich habe für mich festgestellt, dass es zum einen sehr viel Spaß macht mit Freunden unterwegs zu sein, den ganzen Tag zu quatschen und mal nicht die ganze Zeit am Handy zu sitzen. Doch zudem kommt man einmal raus, raus an die frische Luft. Für jemanden der sonst nur im Büro sitzt, ist das ein willkommener Ausgleich. Und ein bisschen Anstrengung hat noch nie einem geschadet.

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Wenn man sich dazu entscheidet wandern zu gehen, sollte man jedoch das ein oder andere beachten. Das heißt aber nicht, dass man auf ein modischen Aussehen verzichten muss. Auch wenn zweitrangig sein sollte, die praktischen Vorzüge sind relevanter. Ich möchte euch hiermit ein paar Tipps für den perfekten Wanderlook geben. Dabei beziehe ich mich aber auf kleine Touren, wie die Traumpfade (z.B. der Schwalberstieg oder dem Burg Panorama). Bei längeren Routen sollte man noch einmal andere Aspekte betrachten.

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Die Schuhe

Als erstes möchte ich euch meine neuen Wanderschuhe vorstellen. Diese habe ich mit meiner Mutter zusammen in einem Fachgeschäft gekauft. Hier wurde ich ausführlich beraten und habe ein paar hilfreiche Tipps erhalten. Mein Schuhe sind von Scarpa und aus der Kategorie B. Sie sind geeignet für mittel schwere Touren über Stock und Stein. Bei vielen Touren in den Bergen (aber auch an der Mosel) führen die Wege manchmal auch über freie Stücke. Hier gibt es keinen befestigten Weg, sondern einfach nur Steine, die aber teilweise locker sind. Die Schuhe sind also das A und O bei einer Wander Tour. Sie müssen super bequem sein und dennoch den Ansprüchen des Wegs gerecht werden. Hier dich wichtigsten Tipps bei der Auswahl:

  • Über dem Knöchel – ja/nein? Das kommt auf die Route an und wie empfindlich eure Knöchel sind. Wenn ihr aber nicht nur über die Feldwege gehen wollt, nehmt lieber welche, die den Knöchel bedecken. Ihr seid damit für weit aus mehr gerüstet.
  • Achtet darauf, dass die Schuhe wasserfest sind. Das braucht ihr nicht nur, um bei Wind und Wetter unterwegs zu sein, sondern auch dafür, wenn ihr mal einen Bach kreuzt oder in den Sumpf treten, wenn ihr ein stilles Örtchen sucht.
  • Bedenkt bei der Größe, dass ihr noch bequeme Socken darin tragen musst. Zudem schwellen die Füße an, wenn ihr die ganze Zeit unterwegs seid. Dabei sollte der Schuh aber nicht unbequem werden. Kauft lieber eine Nummer größer, als eure normale Schuhgröße.
  • Bei der Passform gibt es zwei Dinge die ihr beachten solltet. Zum einen sollte eure Ferse einen festen Halt haben, auch beim Gehen. Weiterhin solltet ihr an den Zehen noch Platz haben. Sobald ihr vorne dran kommen, würdet ihr auf Dauer Zehenschmerzen bekommen.
  • Der perfekte Schuh ist vielleicht nicht der schönste von allen, aber achtet erst mal darauf, dass er super passt und zweitrangiger erst, ob er auch gut aussieht. Ich finde meine aber sehr schön.
  • Investiert etwas mehr! Wie so oft lohnt es sich, wenn man ein paar Euro mehr ausgibt. Meine Eltern haben noch ihre Wanderschuhe aus der Zeit, wo ich ein kleines Kind war. Richtig gute Schuhe halten viele Jahre, gerne auch 15 oder mehr. Das hängt natürlich auch davon ab, wie gut ihr mit ihnen umgeht und wie häufig ihr sie nutzt. Bei vielen kann man die Schuhe sogar einschicken und erhält eine neue Sohle (kostet zwar, ist aber günstiger als neue Schuhe zu kaufen).
  • Beratung ist alles. Die Experten kennen sich aus und können euch den perfekten Schuh für eure Bedürfnisse raussuchen. Wer sich den Preis nicht leisten kann, sollte aber auch keinen billig Schuh nehmen und die oberen Tipps beachten.
  • Das betrifft zwar nicht die Schuhe, gehört aber irgendwie dazu. Ihr solltet nämlich auch nicht irgendwelche Socken tragen. Hierbei empfehlen sich besonders Socken aus Merinowolle, ebenfalls gut sind Synthetik Socken. Ihr solltet jedoch keine Baumwollsocken tragen. Da diese weniger Atmungsaktiver sind und mit den Strapazen nicht so gut klar kommen.

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Die Hose

Auf Bildern sieht man häufig Trekkinghosen, diese sind super praktisch. Sie sind Atmungsaktiv, wärmen wenn es kühl ist und kühlen wenn es warm ist. Zudem gibt es einige Ausführungen, bei denen man die Beine kürzen kann. Bei Touren durch Wald und Feld, besonders im Sommer, kommt es zu Temperaturunterschieden, welche man dadurch ein bisschen entschärfen kann. Es bieten sich aber auch super normale Jeanshosen oder Leggings an. Eine Jeanshose sollte nicht zu eng sein oder zu viele Löscher haben (wegen der Zecken etc.). Eine Leggings ist dabei flexibler, denn die sind eh immer eng. Bei allem gilt die passende Wahl zum jeweiligen Wetter. Im Sommer reicht eine dünne/normale Leggings, im Herbst/Winter/Frühjahr schadet es nicht eine dickere zu nehmen.

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Das Oberteil

Hier kommt es wohl am meisten auf was Wetter an. Im Sommer reicht ein Top, wenn es kälter wird, werden auch die Arme länger. Bei meiner ersten kleineren Tour mit meinem Papa, habe ich gelernt, dass ein T-Shirt im Sommer nicht ganz so gut ist. Nach der Tour hatte ich nämlich wundervolle Bräunungssteifen am Arm und im Ausschnitt. Da es ein T-Shirt war, musste ich in den weiteren Tagen auf ein Top verzichten. Verzichtet hier am besten auf billige Synthetik Stoffe. Der Stoff und besonders die Haut, müssen atmen können. Wenn ihr euch nicht sicher seit, setzt immer auf einen Zwiebellook. Zieht lieber ein Top an, darüber ein Hemd und/oder eine Strickjacke, statt einen zu dicken Pullover.

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Wenn es kühler wird

Wie grade schon erwähnt, ist der Zwiebellook immer eine super Wahl. Da ich beim letzten mal nicht wusste, was mich erwartet, habe ich über den dünnen Pullover eine Sweatshirt Jacke angezogen und darüber noch eine leichte Weste. Der wichtigste Bereich, der Wärme braucht, ist euer Oberkörper. Da ihr euch ja auch bewegt, wird euch eh warm. Daher ist einem mit einer Weste nicht direkt zu warm. Wenn das Wetter etwas nass werden soll, nehmt eine dünne Regenjacke mit. Diese sollte nicht der Wärme dienen, sondern der Trocken Haltung. Je Kälter es wird, desto dicker sollte die Jacke sein. Wer natürlich im Winter wandern geht, braucht auch eine dickere Jacke, die Wind und Wetter stand hält.

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2 thoughts on “Outfit: Der perfekte Look fürs Wandern

    1. Liebe Elke, man sollte immer bedenken, dass nicht auf jeden Zutrifft und ich schreibe ja ganz bewusst, dass viele daran denken 😉 Und für mich ist Spießig nichts negatives. Wir gehen super gerne Wandern, machen Handarbeit-Abende etc. und sehen das „spießig“ eher ironisch. Ich wollte dementsprechend niemanden beleidigen oder ähnliches und habe ja auch nicht gesagt, dass es so ist 😉

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